1933-1956: Gründungsjahre und Aufstieg
 

Die Gründungsmannschaft der Austria!
 
1933: SV Austria Salzburg wird am 13. September durch die Fusion der Vereine "Hertha" und "Rapid" gegründet, als Farben des neuen Vereins werden violett und weiß gewählt. Spielstätte ist der Fußballplatz in Lehen, den Rapid in die Ehe einbringt. Das auslösende Moment für die Fusion ist die Schaffung einer Zweiländer-Zehnerliga Oberösterreich / Salzburg, an der Salzburg mit nur zwei Mannschaften teilnahmeberechtigt ist. Neben dem SAK 1914 ist dies der FC Rapid, der allerdings alleine zu schwach für diese Liga wäre. Um ein Gegengewicht zum übermächtigen SAK zu schaffen, fusioniert der „Arbeiterverein" Rapid mit der „bürgerlichen" Hertha, was zu dieser Zeit geradezu als Sensation gilt. Zwei Tage nach der Fusion bestreitet die Austria sehr erfolgreich ihr erstes Spiel, der Heeressportverein Wien wird mit 6:0 deklassiert. Zum Meisterschaftsauftakt am 17. September empfängt die Austria Germania Linz, nach einer 4:0 Halbzeitführung endet die Begegnung aber nur mit einem 4:4.

1934-1945: In den ersten Jahren der Zweiländerliga konnte der Klassenerhalt gesichert werden, und 1937 erreicht der junge Verein seinen ersten großen Erfolg: durch ein 2:1 gegen den SAK wird die Austria erstmals Salzburger Landespokalsieger. Der erste Vergleich mit dem Wiener Profifußball im selben Jahr ist allerdings ernüchternd: ein 6:3 und 0:7-Debakel gegen den SK Austro-Fiat. Durch den Anschluß an Deutschland und den bald darauf beginnenden Krieg gerät das Mannschaftsgefüge der Austria durcheindander, dennoch feiert die Austria 1940 und ´41 ihre ersten beiden Salzburger Landesmeistertitel. Der „totale Krieg" zwingt im April 1943 die Vereine Austria, SAK und SSK zum Zusammenschluß zur FG (Fußballgemeinschaft) Salzburg, um notdürftig den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Kurz vor der Kapitulation Deutschlands wird die FG jedoch wieder aufgelöst.

1945-1949: Der „Wiederaufbau" der Austria beginnt bereits im Sommer ´45. Die Zerstörung des Austriaplatzes in Lehen zwingt allerdings zunächst zur Übersiedlung auf die Anlage im Franz-Joseph-Park. Da zahlreiche Austria-Spieler im Krieg gefallen sind, muß eine neue Mannschaft formiert werden. Neben den Rückkehreren wird die Mannschaft mit Jugendspielern und Fußballern, die nach Kriegsende in Salzburg „hängen bleiben" (vor allem Niederösterreicher), aufgefüllt. Bis 1949 ist die Austria in der Salzburger Landesliga engagiert, kann aber im Kampf um den Titel die beiden Nonntaler Mannschaften SAK und UFC nicht besiegen.

1949-1952: Durch die Schaffung der „Tauernliga" (Salzburg/Kärnten) wird den Salzburger Vereinen endlich eine direkte Chance zum Aufstieg in die erste österreichische Liga (Staatsliga A) geboten. Die Austria verstärkt sich in dieser Zeit kontinuierlich und 1951 wird man als drittplazierte und beste Salzburger Mannschaft Landesmeister. Ein Kräftemessen mit dem Staatsligaklub Vorwärts Steyr (1:1) zeigt bereits, daß die Austria reif für den Aufstieg ist. Außerdem wird die Austria als „Nationalmannschaft" zum Arbeitersport-Länderspiel nach Frankreich entsandt, wo sie allerdings mit 0:3 unterliegt.

1953: Nachdem der Stadtrivale SAK im Jahr 1952 in die Staatsliga aufgestiegen, und sofort wieder abgestiegen war, gelingt der Austria 1953 der große „Wurf": Dem Tauernligatitel folgen die Ausscheidungsspiele gegen den Innsbrucker AC (5:0 und 9:0 !) sowie Kapfenberg (6:0 und 1:3). Nach 20-jährigem Bestehen ist die Austria erstmals im „Oberhaus"!

1953/54: Mit dem Einzug in die Staatsliga endet für die Austria auch der Amateurbetrieb, und schon beim Auftaktspiel (3:2 gegen Admira) können die Spieler die Siegesprämie einstreichen: 365 Schilling! In der vierten Runde sorgt die Austria für die erste Sensation: trotz des Fehlens von sechs Stammspielern siegen wir auf der Hohen Warte gegen die „Wundertruppe" Austria Wien, die nur vier Tage zuvor den Deutschen Meister Kaiserslautern mit 9:2 deklassiert hatte, mit 3:2 (Torschützen: 2x Bruno Fleck und Fredl Grün). Natürlich gibt es auch gewaltige Rückschläge (0:5 bei der Vienna und 0:9 bei Wacker), dennoch können wir in der Zwölferliga mit dem 9. Platz den Klassenerhalt sichern.

1954/55: Auch in dieser Saison erreicht die Austria Platz neun in der Staatsliga A, Spieler der Saison ist Willy König, der in 22 Einsätzen 20 Tore erzielt. Nach dem Abschluß der Saison begiebt sich die Austria erstmals auf eine große internationale Fahrt: eine 56-tägige (!) Fernosttournee. In Indonesien, Singapur und Malaya werden insgesamt 20 Spiele bestritten, die meisten davon erfolgreich. Höhepunkt der Tour ist das Aufeinandertreffen mit der indonesischen Nationalmannschaft vor 35.000 Zusehern, das mit einem 2:2 endet.

1955/56: Trotz der langen Sommertour präsentiert sich die Austria in ihrer dritten Staatsligasaison in guter Verfassung. Die bisher beste Endplazierung, Rang 8, wird erreicht. Höhepunkt war mit Sicherheit das Heimspiel gegen Meister Vienna im Dezember ´95: Ein triumphaler 6:4-Sieg gegen den für übermächtig gehaltenen Gegner begeistert 14.000 Fans in Lehen. Für einen Höhepunkt anderer Art sorgt Verteidiger Richard Jelinek beim Auswärtsspiel in Kapfenberg: Nach dem 5:0 der Hausherrn reißt er Torhüter Krammer das Trikot vom Leib und stellt sich selbst zwischen die Pfosten. Hemmunglos weinend verläßt Krammer darauf das Spielfeld, nach dem Schlußpfiff kommt es in der Kabine zu einer handfesten Schlägerei unter den Spielern

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