Gerhard „Gerli“ Weiß aus Pöham (Pongau):

geboren am 25. September 1987 in Schwarzach

Früh schon war klar, dass Gerli und der Fußball nicht zu trennen waren. So spielte er in der Jugend des SC Pfarrwerfen als Stürmer und das auch sehr erfolgreich. Tor um Tor erzielte er bis zu seinem 13. Lebensjahr, wo dann Streitereien mit seinen Teamkollegen dazu beitrugen, dass er sich voll auf die Trachtenmusikkapelle Pöham konzentrierte. Trotzdem besuchte er weiterhin regelmäßig die Heimspiele des SV Austria Salzburg. Doch wirklich begonnen hatte alles mit der ersten Auswärtsfahrt. Als Gerli und ich uns im Sommer 2003 kurzfristig dazu entschlossen, uns für den Bus nach Pasching anzumelden. Auch die Tatsache, dass wir in Werfen, nicht unweit von Gerlis zu Hause, zusteigen konnten, erleichterte für uns die Hürden dieser Fahrt sehr. Noch größer war die Verwunderung für uns, als plötzlich der Rettenbacher-Bus, der jahrelang als unser Schulbus fungierte, vor uns hielt. Trotz verlorener Partie war für uns beide klar, dass dies mit Sicherheit nicht die letzte Auswärtsfahrt gewesen war.

So ging es 2 Wochen später nach Graz und von da an war man eigentlich regelmäßig dabei. Mit jeder Fahrt lernte man mehr Leute kennen so wurden wir auch bald wieder erkannt, als die Zwei die in Werfen zusteigen. Immer öfter griffen wir selber zum Pinsel und fertigten Doppelhalter an, ein solches Sommerwochenende war mit einem Tag (Heimspiel oder Auswärtsfahrt) noch nicht gänzlich ausgefüllt. Das war auch der Grund für uns, der Union Ultra’ beizutreten. Von da an war Gerli auch bei jedem Malen oder anderen Gruppenaktivitäten dabei und hatte seine Finger im Spiel. Alles aufzuzählen würde wohl mehrere Seiten in Anspruch nehmen. Das Highlight für uns war sicherlich die Choreo in Innsbruck, für die wir in den Sommermonaten 120 Doppelhalter mit dem Festungslogo anfertigten und im Oktober gut 1000 Austrianer „Das Wappen des Westens“ präsentierten. Die Geschehnisse um die Austria und Red Bull banden Gerli noch mehr an den Klub und an die Gruppe. Der gemeinsame Gedanke ließ uns „Verhandlungszeiten“ (egal ob mit den Größenwahnsinnigen aus Fuschl oder mit dem PSV Salzburg) überstehen und Gerli bestimmte mit seinem Trommelschlag lange Zeit den Rhythmus der Kurve.

Nach langer Zeit ohne wirkliche Auswärtsfahrten, machten wir uns am Abend des 17. November mit einem 50-Sitzer zu unseren Freunden nach Dortmund auf. Das riesige Westfalenstadion einmal zu sehen, war für ihn genauso ein Wunsch wie für viele andere. Auf dem Rückweg mit einer müden Busbesetzung, bemerkten wir nach nur wenigen Minuten, dass er nach einer Pinkelpause den Weg zurück in den Bus nicht mehr gefunden hatte. Niemand von uns hätte es damals für Möglich gehalten, was in denselben Augenblicken auf der Autobahn im Sauerland passierte... Ciao Gerli

AndiL

Gerli