Unione mit den Meenzer Metzgern beim Cup-Viertelfinale in München!

Der FSV Mainz 05, der vor zwei Jahren erstmals in die Bundesliga aufstieg, gehörte eigentlich nie zu den Größen des deutschen Fußballs. Auch in der heurigen Bundesligasaison belegt man einen der hinteren Ränge.
Doch was machen die Nullfünfer denn so interessant? Zum Beispiel ein zwanzigtausend Zuschauer fassendes Stadion, welches im Gegensatz zu den restlichen Multifunktions-Tempeln der deutschen Bundesliga noch eigenen Charakter aufweist. Eine junge, sympathische Mannschaft, die sich aus Fairnessgründen für den UEFA-Cup qualifiziert hat. An deren Spitze einen charismatischen und allseits beliebten Trainer, welcher in seiner Spielerlaufbahn mehr als dreihundert Partien für den FSV absolviert hat. Und nicht zuletzt eine kleine aber feine Fanszene, die sich im bundesweiten Vergleich auf keinen Fall verstecken muss.

Da wir schon seit geraumer Zeit Kontakt zu den Meenzer Metzgern pflegten, was einerseits an einer Bekanntschaft zwischen jeweils einem Mitglied der Metzger bzw. unserer Fangruppe liegt, andererseits auch an deren großartigem Einsatz beim Aktionswochenende, war es nun endlich an der Zeit den Rheinhessen einen Besuch abzustatten. Fünf Unionisti nützen die erste Gelegenheit nach der Winterpause und unterstützen den FSV im Pokalviertelfinale in München. Am späteren Nachmittag trafen wir uns - drei aus den südlichen Gauen des Salzburger Landes und zwei aus Wien Anreisende – am Salzburger Hauptbahnhof, von wo wir sogleich nach Bayern aufbrachen. Wenige Momente später fand man sich auch schon in München wieder, wo man zwar nichts von München sah, dafür jede Menge Autobahn, Parkhäuser und ein großes rotleuchtendes Oval. Nein, wir waren nicht an einer Autobahnraststätte stehen geblieben, wir – zumindest vier von uns - betraten erstmals das riesige Gelände der Versicherungs-Arena. Nach einem Fußmarsch von über einer Viertelstunde vom Parkhaus zu jenem Sektor, zu dem wir wollten, trafen wir auf die Mainzer, die für uns die Tickets besorgt hatten. Nach Übergabe und kurzer Leibesvisitation am Eingang, kamen wir auch schon im Stadioninneren an, wo wir anfangs noch Probleme damit hatten dies überhaupt wahr zu haben. Irgendwie erinnerte uns rein gar nichts an Fußball, doch wie auch immer, nützen wir die letzte Stunde vorm Ankick für einen gemütlichen Tratsch mit den Metzgern in einem wohl temperierten Innenraum der Arena.

Deutlich kälter wurde uns dann, als wir die Gästekurve betraten. Diese befand sich im dritten Rang der Arena. Etwa zweitausend Mainzer machten sich an einem der kältesten Wintertage auf den Weg nach München. Für unsere Verhältnisse – noch dazu Wochentags – eine unvorstellbare Leistung. Die Stimmung war in Anbetracht dieser Umstände (Minus 15°) auch sehr ordentlich, allerdings merkte man, dass einige aktive Supporter fehlten bzw. nicht alle Mitgereisten willig waren zu singen.

Auch am Feld wurde ordentliche Kost geboten. In der ersten Hälfte ging der FSV Mainz durch ein Elfmetertor in Führung. Leider konnten die Gäste die zahlreichen Konterchancen nicht nutzen (eine Klassemannschaft hätte in diesen Situationen schon den Sack zugemacht) und so gelang den Bayern doch noch der Ausgleich. Knapp nach Beginn der Verlängerung gingen die Münchner 2:1 in Führung, doch Mainz steckte nicht auf und erzielte sogar noch den Ausgleich. Als man schon mit Elfmeterschießen rechnete, machten die Bayern doch noch das 3:2, was zum Aufstieg ins Halbfinale reichen sollte. Sichtlich enttäuschte Gesichter sah man im Gästeblock. Auch wir hätten uns auf einen Besuch beim Finalspiel in Berlin gefreut. Trotzdem war München für uns eine Reise wert. Und schon beim Derby gegen Lautern zur "Meenzer Fassenacht" gab es ein Wiedersehen - Bericht folgt...