Freitag, 22.04.2011
RB Anif - Austria Salzburg 0-2

Der von Anif geschickt eingefädelte Freitagtermin sorgte für Rekordbesuch am Dorffußballplatz, mit zehnminütiger Verspätung erfolgte dann der Anpfiff  im Duell zwischen der käuflichen Ausbildungsmannschaft des Fuschler Saftabfüllers gegen die violette Traditionsmannschaft aus der Mozartstadt. Doch das Spiel wurde den äußeren Rahmenbedingungen speziell in der Anfangsphase nicht gerecht. Gegen Ende der ersten Spielhälfte nahmen die Kicker in violett das Heft dann in die Hand, doch mehr als einen sehenswerten Lattentreffer konnte die Austria nicht verbuchen.

In der zweiten Spielhälfte kamen die Dosenkicker aus Anif weit engagierter aus der Kabine, rissen das Spiel an sich und eine Führung für die Einheimischen schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Doch eben in dieser Druckphase bewies Marko Vujic seine Klasse, ließ im Sechzehner zwei Dosenjünglinge alt aussehen und traf für die violette Austria. Im Fanblock löste dieser Treffer Emotionen aus wie schon lange nicht mehr. Man lag sich in den Armen und feierte bierdurchnässt mit den Spielern, die es sich nicht nehmen ließen, ihrer Freude über das Tor direkt vor dem Austriablock freien Lauf zu lassen.

Gut zehn Minuten später war die Partie dann auch schon entschieden, Bernd Winkler narrte die Anifer Hintermannschaft und Peter Urbanek schoss das lederne Spielgerät mit gefühlten 250 Stundenkilometern ins Tor. Von da an herrschte im Austriablock nur noch Partystimmung und völlig unbeschwert feierte man mit der Mannschaft diesen sportlich zwar nicht außergewöhnlichen, aber emotional und moralisch wirklich besonderen Sieg.

Scheiß auf Red Bull – In Salzburg nur die Austria!