Samstag, 13.11.2010
RB Juniors - Austria Salzburg 2-2

Was für ein Tag! Das violette Salzburg – also alle die den Fußball mit all seinen Facetten verstehen, lieben und leben – war heiß auf die Rückkehr an jenen Ort an dem die Austria ihre bisher letzten Bundesligaspiele bestritten hatte.

Für unsere Fanszene war es im doppelten Sinn eine Rückkehr in die Vergangenheit. So traf man sich bereits am Vormittag dort, wo ehemals Österreichs charismatischstes Stadion stand und unser geliebter Verein Jahrzehnte lang seine Heimspiele austrug.

Dem Corteo schlossen sich, schon von Lehen weg, weit mehr Violette als erwartet, an. Ein beeindruckendes Statement der klaren Nummer 1 im Salzburger Fußball! In der größten Bauerndisco der Welt angekommen erspähte man zwar keine Bullenfans aber 2 Spruchbänder auf deren Tribüne die an Lächerlichkeit wirklich nicht zu überbieten sind. Die Leute die sich so was ausdenken und für so was Verantwortlich zeichnen müssten einem eigentlich Leid tun – wenn sie keine Bullen wären. Kurz nach Eintreffen der „Jungs in kurzen Hosen“ waren die Dinger auch schon beseitigt. Brave Bullenordner sorgten dennoch dafür, dass man sich danach doch 90 Minuten über das Geschriebene wundern konnte. Fazit: Die da draußen spielen nicht nur in einer anderen Liga sondern leben in einer komplett anderen Welt. Und zwar in einer die frei von allen Dingen ist die unseren Sport zu dem machen was er ist

Die Tatsache, dass sämtliche Leute in den ursprünglichen Auswärtssektor wollten und übergenaue, sehr, sehr langsame Einlasskontrollen waren dafür verantwortlich, dass trotz Verkauf aller vorhandenen Karten der zweite Teil des Sektors kurz vor Spielbeginn nicht ganz gefüllt war. Man musste also improvisieren und beschränkte die Choreo auf einen Teil des Auswärtssektors. So entstand zwar ein sehr dichtes aber sicherlich nicht perfektes Bild. Man wird daraus lernen.

Die Stimmung der weit über 3.000 Violetten war über die gesamten 90 Minuten von einer Intensität geprägt die wirklich beeindruckte. Von einer Lehrstunde für die Rot-Weißen zu reden wäre aber Fehl am Platz – so etwas muss man Leben, das kann man nicht lernen und schon gar nicht (auch mit noch so viel Geld) kaufen! Arroganz und Hochnäsigkeit kann man sich hingegen offensichtlich kaufen. Die großteils sehr jungen, überbezahlten Rotzlöffel in den rot-weißen Dressen saugen dies offensichtlich mit dem Zuckerlwasser mit dem sie gezüchtet werden auf. Firmenphilosophie verstanden! Bravo!

Wie sehr die violetten Krieger am Feld unsere Vereinsphilosophie verstanden haben sah man an der Leidenschaft mit der sie „in den Krieg“ zogen! Nur so ist es möglich, dass eine Amateurmannschaft gegen eine Profitruppe, die mit etlichen Nachwuchsnationalspielern gespickt ist, mehr als nur besteht. Einzig ein unfähiges Schiedsrichtertrio konnte dafür sorgen, dass wir nicht 3 Punkte aus der Bullendisco entführen konnten. Sei es wie es sei! Ein früher Ausschluss kombiniert mit einem späten Ausgleich sorgten für einen gefühlten Sieg und herausragende, unbezahlbare Gefühlsausbrüche.

Unser großer Dank gilt all jenen die laufend dafür sorgen, dass die Stadt, das Land und der Fußball für ewig in violetter Hand bleiben werden! Komme was (oder wer) wolle!

„In Salzburg gibt es nur die Austria, nur für dich sind wir da!“

 

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