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Samstag, 31.07.2010

Altach Amateure - Austria Salzburg 2-2

Nach gut 5 Jahren "Pause" war es also wieder so weit. Wir durften unsere geliebte Austria zu einem Meisterschaftsauswärtsspiel außerhalb der eigenen Landesgrenzen begleiten. Dementsprechend groß war die Motivation der violetten Auswärtsfahrer. Per Bus, Zug und Pkw reisten gut 500 Violas nach Vorarlberg.

Mit einer Plastik-Schal-Choreo und der Forderung des Auftaktsieges begleitete der randvolle Auswärtssektor die violette Mannschaft auf den Rasen. Und sowohl Spieler als auch Kurve starteten äußerst ambitioniert in die neue Saison. Neuzugang Vujic brachte die Austria auch bald in Führung. Quasi im Gegenzug verschlief man es, den Ausgleich der Ost-Schweizer zu verhindern. Ähnlich sollte es später erneut kommen.

In Minute 89 erzielten die Altacher aus dem Nichts heraus die 2:1 Führung. An eine Niederlage glaubte man aber weder am Feld, noch im Auswärtskäfig. Und so erlöste Kapitän Oli Schmidt die violette Reisegesellschaft in Minute 93 per Kopf. Gefolgt vom wohl spektakulärsten Torjubel seit Jahren. Die halbe Mannschaft beteiligte sich am beidseitigen Zaunkraxln. Schmidt und Kletzl sahen dafür schließlich noch Gelb-Rot. Diese Lächerlichkeit fiel im ersten Moment allerdings den Wenigsten auf. Feiern war angesagt.

Diejenigen, denen an diesem Fußball-Nachmittag die feine Mischung aus einer starken Austria, einer teilweise überkochenden Curva Viola und einem Herzschlagfinale noch zu wenig Würze hatte, mussten nicht lange auf die letzte Zutat warten. Den top motivierten Jungs der Schweizer Garde war das nämlich noch zu wenig, für einen entspannten Samstag Nachmittag im Freien. Mittels Pfefferspray wurden die gemeingefährlichen Violetten am Verlassen des Stadions gehindert. Dass am Stadionvorplatz längst gähnende Leere herrschte und somit eigentlich nicht mal mehr theoretisch Gefahr im Verzug war, hat dort natürlich niemanden interessiert.

Was die Behandlung von Auswärts-Supportern betrifft, hat sich im Ländle also nicht viel verändert in den letzten fünf Jahren. Schön zu sehen, dass wir violetten Salzburger wohl nicht die Einzigen sind, die versuchen alten Werten treu zu bleiben.

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