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Samstag, 27.03.2010

Austria Salzburg - SV Straßwalchen 2-0

Heiß, Heißer, Austria Salzburg!

Die schlimmste Zeit im Jahr (Stichwort Winterpause) eines jeden Violetten ging am Samstag endlich vorüber.

Viereinhalb Monate ohne Bewerbsspiel unseres geliebten Vereins sind nicht nur für uns unerträglich, sämtliche Austrianer waren richtig heiß auf diese Partie.

Heiß wird aktuell auch die Diskussion rund um das getunte Pyrotechnikgesetz geführt. Natürlich nicht von den zuständigen Politikern, da ersparte man sich selbst vor der Gesetzesnovelle eine Diskussion mit Betroffenen und operierte lieber mit statistisch verfälschten Zahlen. Sei es wie es sei, die österreichische Fanszene scheint stark und organisiert genug um sich dagegen zur Wehr zu setzen und selbst zu entscheiden wie heiß in den Kurven unseres Landes gekocht wird.

Dass Salzburg traditionell ein heißes Pflaster ist, sollte bekannt sein – man erinnere sich nur an die Bengalischen Feuer die schon auf der alten Stehplatztribüne in Lehen vor gut und gerne 20 Jahren für besondere Atmosphäre sorgte. Die Pyroeinlage zu Beginn des heutigen Spiels hat eindrucksvoll bewiesen, dass es dabei auch in Zukunft bleiben wird. Aus unserer Sicht spricht einfach nichts gegen einen verantwortungsvollen(!!!) Umgang mit Pyrotechnik. Auch die sonstige Leistung der Kurve konnte sich heute sehen und hören lassen, wobei das vorhandene Potenzial aktuell nach wie vor nicht ausgeschöpft scheint. Unterstütztung erhielten wir wieder von Mitgliedern vom Collettivo IncUdine und den Ultras Udinese. Mille Grazie, Amici!

Wie heiß die violetten Kicker auf den Frühjahrsstart waren, wusste man zwar, konnte es am Spielfeld aber höchstens erahnen. Ganz rund lief es noch nicht, aber wer auch solche Spiele gewinnt hat sich um die nähere, sportliche Zukunft keine ernsthaften Sorgen zu machen. Zumindest nicht, wenn die Einstellung stimmt und sich jeder bewusst bleibt was es bedeutet diesen Verein auf dem Feld (und auch außerhalb) repräsentieren zu dürfen. „Berndi-Goal“ Winkler und Lubo Neubauer sorgten in der Nachspielzeit der beiden Hälften für den 2:0 Endstand und somit dafür, dass uns die Verfolger nach wie vor nur aus der Ferne sehen.

Bereits der nächste Samstag gibt uns die Chance einen dieser Verfolger endgültig aus dem Rennen um die Meisterschaft zu kicken. Warum die Flachgauer darüber schon um 13:45 Uhr genau bescheid wissen wollen, bleibt deren Geheimnis. Zusätzliche Einnahmen in den Bereichen Zuschauer und Gastro wird`s in jedem Fall nicht spielen und schön langsam wäre es an der Zeit, dass sich diverse Vereine daran gewöhnen, dass mit fußballuntypischen Beginnzeiten der monetäre Gewinn nicht zu erhöhen ist. Zumindest nicht wenn die Austria zu Gast ist.

Was bleibt ist die Gewissheit, dass wir schon jetzt heiß auf dieses Spiel sind!