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Dienstag, 25.08.2009

Austria Salzburg - TSV St.Johann 1-3

Der nächste violette Heimspiel-Kracher stand also am Programm. Salzburger Landescup, SV Austria Salzburg gegen TSV Schachtl-Wirt St. Johann.

Etwa 1500 Violas fanden sich an diesem sonnigen Dienstag-Abend zum Vergleich zwischen der Salzburger Landesliga und der Regionalliga West ein.

 

Ein ansehnliches Fahnenintro der TGS 92 schickte die beiden Mannschaften aufs Spielfeld. Dabei verwunderte vor allem die Besetzung des in violett auflaufenden Teams den Einen oder Anderen salzburger Supporter. Aus der Anfangs-Formation vom samstäglichen Genuss-Spiel gegen Hallwang fehlten sieben Mann.

Die aufgebotene Elf unserer Austria kämpfte aber beherzt und schlug sich vor allem die erste Halbe Stunde wirklich passabel gegen den höher-klassigen Konkurrenten. Wirklich torgefährlich wurde man dabei allerdings nicht. Kurz vor der Pause war es dann der Goal-Getter der letzten Jahre, Mario Schleindl, der einen pongauer Freistoss unglücklich ins eigene Tor abfälschte. Warum ein Vollblutstürmer wie er im rechten Mittelfeld beginnt, weiß im Nachhinein wohl auch sein Trainer nicht mehr.

Mit einem Halbzeitstand von 0:1 verließen die 22 Akteure also den Platz. Auch wenn zu diesem Zeitpunkt eine Elf nur noch zu zehnt hätte sein dürfen, doch deren zwölfter Mann sah das offensichtlich anders beziehungsweise gar nicht. Dass das den Hausherren nicht gefällt, bemerkte er wohl spätestens beim Gang in die Kabinen. Überdurchschnittlich laut war es in Maxglan jedoch schon die gesamte erste Halbzeit. Wie die Jungs am Rasen gab auch die Curva Viola alles.

In der zweiten Halbzeit wurde auf violetter Seite dreifach gewechselt und weiter gefightet. Nachdem es die Pongauer ihren Gastgebern gleich tun wollten, und bei einem Kopfball an die eigene Torstange leider weniger Treffsicherheit bewiesen, zeigten sie im direkten Gegenzug, dass sie das Runde doch ins Eckige bringen und stellten auf 0:2.

Bis dahin zeigte die violette Tribüne schon das ein oder andere Mal, was in Salzburg akkustisch alles möglich wäre. So laut war man in Maxglan wohl selten. Auch nach dem zweiten Treffer der Gast-Mannschaft wurde es am Spielfeldrand bei Weitem nicht leiser. Unermüdlich wurden die violetten Kämpfer nach vorne gepeitscht. Und wenig später war es ausgerechnet unser "Rabi" (der ja seit längerem den Platz auf der Tribüne mit dem am Feld getauscht hat), der Violett mit seinem Kopfball-Tor wieder ins Spiel brachte. Bereits bei diesem Anschlusstreffer brachen auf der Tribüne alle Dämme und beinahe der Zaun. Stimmungsmäßig war jetzt wohl der Höhepunkt erreicht. Außerdem stellte man seit Langem wieder fest, dass Bengalen im Dunkeln doch noch eine Spur schöner sind. Die letzte Viertelstunde war angebrochen.

Von nun an wurde der Cupfight von allen Seiten äußerst emotional geführt. Unser sympathischer Spielleiter stand dabei so gut wie immer im Mittelpunkt. Ein wirklich talentierter junger Mann. Wahrlich eine Bereicherung für den Fußballsport, bei dem ja sonst eh meist die Spieler der beiden Mannschaften im Focus stehen. Immer unbeliebter wurden beim Referee nun zum einen die violetten Anhänger, zum anderen Austria Trainer Didi Emich. Der Grund für seine Abneigung war der Selbe: Von beiden Seiten wurde ihm höflichst mitgeteilt, dass seine grandiose Performance wohl doch nicht so hunderprozentig zu gefallen wusste. Seiner Ansicht nach war ein Platz-Tausch der Schiri-Schimpfer nötig. Da hunderte Radaubauken aber auf der Betreuerbank kaum Platz gefunden hätten, entschied sich der gute Herr eben für den umgekehrten Weg und schickte Trainer Emich vom Spielfeld weg auf die Tribüne.

In Minute 87 machten dann die Jungs vom Mäci alles klar und erhöhten aus einem Konter heraus auf 1:3. Bis zum Schlusspfiff bedankte sich die violette Kurve noch einmal lautstark bei ihrer Mannschaft für einen rassigen Fußballabend. Auf ein neues Cup-Abenteuer im nächsten Jahr...