GEGEN POLIZEILICHE WILLKÜR - IN WIEN UND ÜBERALL

 

Von schlechten Erfahrungen mit der Wiener Polizei könnten auch wir (wie wohl jede andere aktive Fanszene in Österreich) ein Lied singen. Freilich ist unsere Fanszene auch nicht immer frei von Schuld oder unbeteiligt an Konflikten gewesen, aber die Reaktionen der Wiener Polizei waren stets überzogen.

 

Der Einsatz rund um das vergangene Wiener Derby stellt aber eine neue Qualität der Unverhältnismäßigkeit und mangelnden Fingerspitzengefühls dar, welche die aktiven Gruppen von Austria Salzburg nicht unkommentiert lassen wollen.

 

Das Werfen von Schneebällen auf eine befahrene Autobahn ist in keinster Weise zu relativieren oder gut zu heißen - es handelt sich schlichtweg um eine saublöde Aktion. Dass als Reaktion darauf aber über 1.300 Rapid Fans über einen Kamm geschoren und sieben Stunden an einem denkbar ungeeigneten Ort, bei niedrigen Temperaturen und ohne Versorgung eingekesselt und ihrer Freiheit beraubt werden, lässt wohl auf eine ähnlich beschränkte geistige Kapazität der Einsatzleitung schließen.
Unserer Einschätzung nach diente dieser Einsatz neben dem bewussten denunzieren von aktiven Fußballfans auch einer geplanten Aktion zur Datensammlung.

 

Rechtsstaatliche Grundsätze müssen auch für Fußballfans gelten und dieser unverhältnismäßige Einsatz bedarf einer genauen Untersuchung durch die Justiz. Diese ausufernde Willkür der Polizei gehört in die Schranken gewiesen! Im Kampf um den Erhalt unserer Rechte und unserer Bewegung ist jede Fanszene in der Verantwortung und wir werden nicht tatenlos zusehen, wie ein Innenminister ohne jeglichem Feingefühl Schritt für Schritt unsere Bewegung zerstören will und seine Polizeistaat-Fantasien an uns testet!

 

Die aktiven Gruppen der Curva Viola im Dezember 2018