Austria Salzburg - Stimmung - Spaß!

Wir wollen, daß Fußball in Salzburg wieder ein Erlebnis wird. Die Mannschaft soll bei jedem Spiel bestmöglich unterstützt werden, auswärts wie zu Hause. Dabei stehen wir dem Verein und den diversen Organisationen von der Bundesliga bis zur UEFA sehr kritisch gegenüber, denn unsere Ziele widersprechen sich: wir wollen STEHEN, wir wollen SINGEN, wir wollen ZÜNDELN. All das will man verbieten, aber wir werden für unsere Sache kämpfen, für unseren Sport Fußball. Denn nur die Fans sind es, die den Fußball zu etwas besonderem machen, die ihn von anderen Sportarten unterscheiden.

Nach einem Bestehen seit 1999 ist es sicher übertrieben, von einer "Geschichte" der Gruppe zu sprechen, aber es hat sich doch genug getan, um ein wenig zurückblicken zu können. Zunächst allerdings noch ein Abriß über die Entwicklung der Fanszene in Salzburg, der deutlich machen soll, warum unsere Gruppe überhaupt gegründet wurde:

Die "Neuzeit" des organisierten Fanwesens in Salzburg begann 1987 mit der Gründung des "Fanclub Casino Salzburg". Der Fanclub erfreute sich durch den sportlichen Aufstieg der Salzburger Austria eines regen Zustroms und zählte am Höhepunkt über 100 Mitglieder. Die "87-er" orientierten sich klar am deutschen Fantum, wie zu jener Zeit praktisch das gesamte Spektrum des Salzburger Anhangs. Ausgerechnet am sportlichen Höhepunkt des Vereins 1994 (UEFA-Cup Finale, erster Meistertitel) kam das Ende des 87-er Fanclubs: um die unzähligen neuen Fanclubs besser verwalten zu können (oder besser gesagt um sie besser kontrollieren zu können) wurde ein Fankoordinationsverein gegründet, erster Obmann wurde der damalige 87-er Chef. Der 87-er Fanclub löste sich in etliche Kleingruppierungen auf, seit diesem Zeitpunkt fehlt in Salzburg eine Führungsgruppe. Die folgenden Jahre waren von einem aufreibendem Kleinkrieg zwischen Fanclubs, die im FKV organisiert waren, und Fanclubs, die sich dieser Chaos-Organisation nicht anschließen wollten (Tough Guys, Absolut, Stierwåscher), geprägt. Außerdem gab es auch laufend Differenzen zwischen den damals großteils als Hool-Gruppe agierenden Tough Guys und den restlichen Fanclubs. Erst nach dem Abgang von Manager Toni Pichler und der darauf folgenden Auflösung des FKV und Neugründung einer Nachfolgeorganisation namens Fan Service Center wurden 1998 die gröbsten Streitereien beendet. Durch den nun beginnenden sportlichen Abstieg der Mannschaft wurden aber auch die Defizite der Salzburger Fanszene nun klar sichtbar: das jahrelange Fehlen einer Fankurve (seit der Versitzplatzung unserer Tribüne im Jahr 1992/93) und die totale Kommerzialisierung des Vereins hatten zu einem Austausch des Publikums geführt: viele Leute, die früher die Stehplatztribüne gefüllt hatten, verschwanden auf Nimmerwiedersehen. Von den unzähligen Fanclubs, die in den Glanzzeiten Mitte der 90-er Jahre entstanden, blieb nur noch eine handvoll über. Wichtigste Gruppe waren die Tough Guys mit rund 60 Mitgliedern, die sich zwar mittlerweile mehr in Richtung Ultrà-Gruppierung entwickelt hatten, aber trotzdem nur selten die Stimmung machten. Außerdem distanzierte man sich zumeist vom Rest der Fans, weshalb die TGS auch nie eine Führungsgruppe darstellten. Neben den TGS gab es nur noch die Stierwåscher als klassischen Kuttenfanclub mit 20 Mitgliedern, sowie die Fanclubs Absolut (30 Mitglieder) und Mozartkugeln (später Mozart Boys; 10 Mitglieder), die beide über ein breiteres Spektrum an Supportern verfügten. Weniger Einfluß auf die Fanszene hatten dagegen die großen Fanclubs Mondsee und Bad Ischl mit jeweils 40-50 Mitgliedern.

Insgesamt ergab sich im Jahr ´98 ein recht trauriges Bild der Salzburger Fanszene. Nach dem sportlichen Absturz der Mannschaft war auch bei den Fans ziemlich der Ofen aus, selbst bei den Westderbies in Innsbruck ging stimmungsmäßig nichts mehr. Darüber konnten auch einige gelungene Choreographien und Pyroeinlagen nicht hinwegtäuschen. In der Winterpause ´98-´99 kam es zu einem Gespräch zwischen meiner Person und dem damaligen Capo der Mozartboys (Ex-Mozartkugeln), bei dem erstmals die Gründung einer neuen Ultràgruppierung angesprochen wurde, um die Salzburger Fanszene aus der Krise zu holen. Am 10. April 1999 war es dann so weit: nach einem 3:0-Heimsieg über den GAK wurde im Wienerwald in Lehen die Gründung beschlossen. Mit 10 Ex-Mitgliedern der Fanclubs Mozart Boys, Absolut, Tough Guys und Souverän, sowie zwei bisher "fanclubfreien" Supportern begann die Geschichte der Union ´99 Ultrà Salzburg. Die Namensgebung war übrigens eine schwere Geburt und letztendlich ein Kompromiß, mit dem alle Seiten einigermaßen zufriedengestellt wurden. Als Logo wurde der von den Mozartboys entworfene Mozart mit Balkenschal übernommen. In den folgenden Monaten leisteten unsere neue Gruppe eine großartige Aufbauarbeit: Transparente, Doppelhalter und Fahnen wurden gemalt und genäht, Trommeln gekauft, Fanzines gedruckt, etliche Fanartikel produziert, eine eigene domain für die homepage eingerichtet, Fanclubturniere organisiert ... und ganz "nebenbei" wurden auch sämtliche Spiele unserer Mannschaft besucht - von Chisinau bis Lüttich, von Simmering bis Lustenau, es gab seit der Gründung kein einziges Pflichtspiel, bei dem nicht wenigstens zwei Mitglieder vor Ort waren. Unsere Gründung hat zunächst auswärts zu einer klaren Verbesserung der Darbietungen der Salzburger Fans geführt und der Support hat sich sowohl qualitativ, als auch quantitativ merklich verbessert. Zu Hause fehlte uns zunächst leider die Kurve, aber dieses Salzburger Endlos-Problem wurde mit der Übersiedlung ins neue Stadion (im Frühjahr 2003) endgültig gelöst. Spätestens seit diesem Zeitpunkt zählt Salzburg wieder zu den Top-Adressen in Sachen Stimmung in Österreich.

Kontinuierlich erhöht hat sich auch die Mitgliedgliederzahl, wobei vor allem der Zugang der Sektion Viennola im Sommer 2003 ein Meilenstein für die Union darstellte. Mittlerweile zählt die Gruppe rund 100 Mitglieder, davon 17 in der Sektion Viennola.

Rivalitäten bestehen traditionell zu den beiden Wiener Großklubs und dem West-Konkurrenten Innsbruck, Freundschaften zu den Ultras aus Barletta sowie zu den Gruppen der Curva Nord in Udine.

Thema Mitgliedschaft: im Prinzip kann jeder Mitglied werden, der unsere Aktivitäten und Anschauungen aktiv unterstützen will, das Mindestalter für eine Mitgliedschaft ist 16 Jahre. Mitgliedschaften werden allerdings nicht per Internet vergeben, sondern ausschließlich nach persönlichem Kontakt. Nähere Informationen dazu gibt es auf der Mitgliedschafts-Seite!

 
[an error occurred while processing this directive]