Montag, 01.05.2006, 17:00
PSV/Austria Salzburg - SG Saalfelden 1:1 (1:1)



Wie schon vor 2 Wochen gab's auch diesmal wieder einen Doppelspieltag (Samstag/Montag) für uns, was den Mannschaften in der Bundesliga nicht zugemutet werden darf (2 Spiele in drei Tagen) ist in den unteren Ligen durchaus üblich. Leider war die Ausgangsposition nicht für beide Teams gleich, da der Gegner im 6-Punkte-Spiel, Saalfelden, am Samstag Energie sparte, da die Partie in Schwarzach abgesagt werden musste.

Unsere Mannschaft dagegen hatte ein kräfteraubendes 3:2 in Oberndorf in den Beinen, andererseits dürfte das Selbstvertrauen dadurch doch um einiges höher sein als zuletzt. Wieder wurde der 1.000er geknackt, und auch diesmal lachte die Sonne – trotz anderslautender Wettervorhersage – wieder herunter (es dürfte "da oben" jemanden geben, dem gefällt, was sich am Frohnburgweg abspielt). Diesmal gab's auch wieder Choreos, zu Beginn von Halbzeit 1 hatten wir ein Spruchband mit dem Text "Tag der Arbeit..." vorbereitet, untermalt von einem "Achtung Baustelle"-Schild (natürlich in violett-weiß) und violetten Fahnen. Als kleine Anregung für die Mannschaft folgte die Botschaft "3 Punkte". In Halbzeit 2 folgte von den "Violetten Teufeln" ein Spruchband "mit violett zurück zu altem Glanz", dazu violett-weiße Bahnen – der Rahmen für dieses immens wichtige Spiel passte also!

Man merkte beiden Mannschaften von Beginn an die Wichtigkeit dieses Spiels an, die Anfangsphase wurde von gegenseitigem Abtasten bestimmt. Wirklich gute Möglichkeiten gab es wenige, eine davon nutzte Mario Jelecevic per Kopf zur 1:0-Führung! Die Saalfeldner wurden nun stärker, zunächst konnte "Sini" mit einer Glanzparade noch Schlimmeres verhindern, doch knapp vor der Pause passierte es dann: der stärkste Saalfeldner, Kapitän Brüll, egalisierte mit sehenswerten Freistoß (allerdings ins Tormann-Eck) die Austria-Führung. Auch nach der Pause änderte sich nicht allzu viel am Spiel, auf beiden Seiten gab es zwei, drei gute Chancen, doch Tore fielen keine mehr, es blieb letztendlich beim gerechten 1:1-Unentschieden. Normalerweise kein Beinbruch, was wirklich schmerzt ist, dass die Konkurrenz immer dann gewinnt, wenn man am Wenigsten damit rechnet. Andererseits zeigt es, dass man an einem guten Tag eigentlich jeden schlagen kann!

Was noch auffiel: die Schiedsrichter scheinen sich eine "vom-Publikum-laß-ich-mich-nicht-beeindrucken"-Mentalität angeeignet zu haben. Ohne paranoid wirken zu wollen, aber die Männer in schwarz entscheiden im Zweifelsfall wohl eher gegen die Austria, um sich nicht nachsagen lassen zu müssen, sie ließen sich von der Stimmung beeinflussen, zumindest bei den Abseitsentscheidungen ist das meistens der Fall.

Und: auch in der Landesliga gibt es sie: die Ogris', Kühbauers, in diesem Fall Brülls, die sich schon mal zu etwas "gewagten" Gesten hinreißen lassen, andererseits aber auch am Spielfeld durch Leistung überzeugen – ist doch irgendwie schön, solche Typen bringen einen Sektor zum "Kochen", was wäre der Fußball ohne Emotionen...?

Nach 6 Frühjahrsrunden kann man eine ausgeglichene Bilanz ziehen (je 2 Siege, Unentschieden und Niederlagen, Tordifferenz 9:10), der Abstiegskampf wird wohl bis zuletzt spannend bleiben – auf in die letzten 5 Runden!


Zuseher: 1.100

Tor für PSV/Austria Salzburg:
Jelecevic


Aktualisierung: 01.05.2006 | 21:00 Uhr




[retour]

 
 
[an error occurred while processing this directive]