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Zu Besuch in Jerez: Die Union '99 trotzt
den Minusgraden!
Da es heuer so und so nicht nach einem Europacuplatz ausschaut und uns
der Winter in Mitteleuropa schon ziemlich auf den Sack ging, beschlossen
drei Unionisti, unsere Austria nach Südspanien - genauer gesagt
nach Jerez de la Frontera - zu begleiten. Unser Trip begann am Freitag
dem 28. Jänner um 20 Uhr beim Stadion Kleßheim - bei minus
15 Grad. Gegen 2 Uhr Nachts erreichten wir den Flughafen Frankfurt Hahn,
von wo es um 6:30 Uhr früh per Ryan Air weiter nach Jerez de la
Frontera ging.
Nach der Landung fuhren wir per Mietauto direkt nach El Puerto de Santa
Maria (ca.25 Kilometer außerhalb von Jerez), wo wir unser Hotel
bezogen. Nach einem kurzem Mittagsschlaf gings bei 18 Grad (plus!) weiter
Richtung Sevilla. Nach etwa einer Stunde Autofahrt erreichten wir die
andalusische Metropole, wo wir von einer Abordung der Biris Norte (Ultras
von Sevilla) freundlich empfangen wurden.
Sie zeigten uns ihre wirklich schöne Stadt, besorgten uns Karten
für das Spiel und bewirteten uns äußerst gastfreundlich!
Das Spiel gegen den FC Barcelona endete übrigens mit 0:4 für
die Katalanen, wobei man so manche Schiedsrichterentscheidung nicht
nachvollziehen konnte, aber bei Fehlentscheidungen kennen wir uns ja
gut aus als Salzburger...
Die Stimmung im total ausverkauften Stadion Pizjuan war wirklich toll,
was man von Spanien sonst großteils nicht behaupten kann. Aus
Barcelona war übrigens überhaupt niemand angereist, ein Armutszeugnis
für den Anhang des Traditionsvereins! Auch wenn die Entfernung
enorm ist, wenigstens ein paar Supporters hätte man sich doch erwartet.
Am Sonntag gings in die Hafenstadt Cadiz, wo die Zweitliga Partie Cadiz
- Eibar auf dem Programm stand. Das gerade im Umbau befindliche Stadion
war zwar mit 15.000 Plätzen fast ausverkauft, aber der Support
ließ sehr zu wünschen übrig. Die ultralinken Heimfans
mit dem Namen Brigadas Amarillas konzentrieren sich wohl lieber auf
politische Projekte... Away fans null!
Montag brachen wir dann Richtung Portugal ins 460 Kilometer entfernte
Lissabon auf, wo Vitoria Setubal zu Gast war. Auch dort war nur die
Stadt bewundernswert die zwei "Fankurven" (Directivo Ultras und Juve
Leo) - so wollen wir sie halt mal nennen - waren wirklich mehr als schlecht!
Es konnten nie mehr als 50 Leute zum Singen mobilisiert werden, was
natürlich im neuen großen Kommerzstadion Avalade (inkl. Einkaufszentrum)
extrem schlecht rüber kam! Setubal war mit 500 "Fans" anwesend
von denen etwa 30 bis max. 40 supporteten - für gerade mal 30 Kilometer
Anreise nicht berauschend.
FC Vaduz - Austria Salzburg 0:2
Chiclana de la Frontera, Zuschauer: 3 (alle aus Salzburg)
Dienstags ging es dann in das etwa 40 Kilometer von unserem Hotel entfernte
Chiclana de la Frontera, um unsere Austria beim Spiel gegen den FC Vaduz
zu besuchen. Nach etwas smalltalk mit ein paar Spielern stand das Spiel
am Tranigsplatz des Hotel Barossa Park, in welchem die Austria Quartier
bezogen hatte, statt. Unsere Mannschaft gewann die Partie gegen die
Liechtensteiner durch Tore von Bule und Lässig mit 2:0.
Mittwoch war der erste fußballfreie Tag, den wir zu einem Abstecher
mit der Fähre über die Straße von Gibraltar nach Tanger
(Marokko) nutzten.
Donnerstags hieß es dann leider wieder zurück ins komplett
zugeschneite Österreich!
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