Samstag, 26.02.2005, 18:30
Austria Salzburg - Wacker Tirol 1:1 (1:0)

Es ist Westderby und keiner geht hin - 5.820 Zuschauer gegen Innsbruck
sollte doch einigen Herren zu denken geben: einerseits bei der Bundesliga
(Ligastart Mitte Februar und dann 2 Monate Pause in der für österreich
vom Wetter her idealen Fußballzeit - sehr sinnvoll !!!), andererseits
bei unserer Austria, denn die Kulisse war sicher auch ein Denkzettel
für die Vorkommnisse im Verein in den letzten Wochen.
Das Spiel begann auf Salzburger Seite mit einer Choreographie, die
optisch gelungen ist, inhaltlich - drücken wir es solidarisch
aus - aber nicht gerade jedermanns Geschmack getroffen hat. Wer sich
in der Folge auf einen furiosen Dauersupport eingestellt hatte, wurde
aber bitter enttäuscht: die ersten paar Minuten wurde ganz ordentlich
supportet, danach war Sendepause. Trotz früher Führung und
anfangs guten Spiels der Mannschaft (wir kommen darauf noch zurück)
fand es kaum jemand der Mühe wert, seine Stimmbänder zu
strapazieren. Die Süd hat sich an diesem Tag als Vollwapplerpartie
präsentiert, die über 75 Minuten auf GAK-Niveau agierte.
Auf der Süd zu stehen sollte für JEDEN auch Verpflichtung
sein, alles zu geben, mit voller Lautstärke mitzusingen, am nächsten
Tag heiser zu sein - und nicht halbherzig mitzusummen oder einfach
nur cool herumzustehen, wie das bei vielen leider Mode ist. Wer nur
bei "Innsbrucker Oaschlecha" mitschreit, sonst die Pappn aber nicht
aufkriegt, sollte sich besser neben den Gästesektor stellen und
sich dort wichtig machen, aber die Süd von seiner Anwesenheit
verschonen. Den zahlenmäßig relativ schwach vertretenen
Tirolern gelang es durch die katastrophale Darbietung unserer Kurve
locker, sich im Stadion bemerkbar zu machen - allein das sollte eigentlich
genug Motivation sein, war es aber leider nicht...
Zum sportlichen: die Austria lieferte eine starke erste Halbzeit ab,
nach der frühen Führung (ein Aslan-Schuss fand via Bules
Kopf den Weg ins Tor) hatten Willi, Bule und Aslan genügend teilweise
schön herausgespielte Chancen, um das Match vorzeitig zu entscheiden.
Ein weiteres Mal aufgezeigt hat auch Pöllhuber als Abwehrchef,
es ist daher zu vermuten, dass schon an einem Transfer zum GAK gebastelt
wird...
Zu Beginn der zweiten Halbzeit präsentierte dann die Unione ihren
Beitrag zum optischen Teil des Westderbys, mit der wir die Leistungen
Heimo Pfeifenbergers für Austria Salzburg zu würdigen versuchten
(der Verein sah ja irgendwie keine Veranlassung, dem größten
Salzburger Kicker der letzten 25 Jahre einen angemessenen Abschied
zu bescheren). Das Antlitz von Heimo verschreckte unsere Mannschaft
aber scheinbar so sehr, dass in der zweiten Halbzeit die Gäste
die Oberhand gewannen und nicht ganz unverdient den Ausgleich erzielten.
Ein 1:1 am Ende, von dem keiner so recht weiß, was man davon
halten soll. Für die nächste Partie auswärts gegen
Rapid muss man sich jedenfalls enorm steigern, um nicht gröber
unter die Räder zu kommen. Trotzdem: alle anmelden für die
Zugfahrt nach Hütteldorf! Vielleicht sieht man ja beim oder nach
dem Rapid-Spiel endlich klarer, ob man geschlossen gegen Assion auftreten
sollte oder nicht. Denn auch die Assion-raus Chöre waren wie
der gesamte Auftritt der Süd: nicht einmal halbherzig.
Zuseher: 5.820 (davon ca. 600 Tiroler)
Tore:
1:0 ( 4.) Bule
1:1 (70.) Aganun
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