Samstag, 23.10.2004, 18:00
FC Wacker - Austria Salzburg 3:1 (2:1)



Unsere Geschichte handelt von einer Mannschaft, die auszog, um das Siegen zu lernen: 11 tapfere Salzburger Fussballer ziehen durch ganz Österreich, um Punkte zu sammeln. Doch leider gibt es in jeder Geschichte Bösewichte, auch Gegner genannt, die es den tapferen Salzburgern so schwer wie möglich machen. Daher blieb ihre Ausbeute bisher ziemlich mager, ein einziges Pünktchen durften die Salzburger bisher mit nach Hause nehmen.

Das sollte sich im Westderby ändern, und die Voraussetzungen dafür schienen nicht die ungünstigsten: der Sonderzug war randvoll und platzte aus allen Nähten, und jeder war guter Dinge, dass wir Innsbruck zumindest ungeschlagen wieder verlassen. Im Auswärtssektor dürften sich dann 800 - 900 Hoffnungsfrohe eingefunden haben, doch das Spiel begann denkbar schlecht. Die erste Hiobsbotschaft war die Visage von Fritz S., die zweite das frühe Gegentor aus heiterem Himmel nach knapp 10 Minuten. Die Austria erfing sich aber relativ schnell und hätte kurz darauf durch Kastner eigentlich ausgleichen müssen, aber irgendwie schaffte er es, aus kürzester Distanz völlig freistehend an Pavlovic zu scheitern. Nichtsdestotrotz drückte die Austria aber weiter auf den Ausgleich, und Richarlyson brachte mit seinem Weitschußtor den Auswärtssektor zum Brodeln!

Es folgte der Knackpunkt des Spiels: die Austria war eigentlich am Drücker, doch einmal mehr schlüpfte der Mann in schwarz (dieser Name wird hier absichtlich nicht mehr erwähnt) in die Rolle des Henkers – Foulspiel an Suazo von Koejoe wird ignoriert, dessen Pass verwertet Mair zum 2:1, was auch der Pausenstand war. In der zweiten Spielhälfte war es ein Spiel Not gegen Elend (mit dem dazupassenden Schiedsrichter, der in einer Halbzeit ohne Höhepunkte 6 Minuten nachspielen ließ), aus einem Konter gelang den Tirolern sogar noch das 3:1, was aber ohnehin egal war, wir hätten wahrscheinlich den ganzen Abend weiterspielen können, ohne noch ein Tor zu erzielen.

Anders als die Mannschaft zeigte der Anhang einmal mehr, wie man auswärts auftreten muß:
Die Stimmung war vor der Pause vom Feinsten, ließ zwar mit zunehmender Spieldauer etwas nach, war aber immer noch gut. Auch choreographisch wurde einiges geboten, es wurden 120 Doppelhalter mit dem Austria-Logo präsentiert, dazu passend ein Spruchband "Das Wappen des Westens". Garniert wurde das Ganze mit Pyromaterial, und im Laufe von Halbzeit 2 wurden weitere Spruchbänder präsentiert.

Bei der Nord war man sich nie ganz sicher, streikt ihr noch oder singt ihr schon?, jedenfalls war nicht wirklich viel zu hören. Einzig und allein nach dem 3:1 konnte man sie vernehmen, und zwar mit "Ihr könnt nach Hause fahren" (was wir uns nicht nehmen ließen, wollte eh keiner in Innsbruck bleiben), aber nach einem Sieg gegen den Erzrivalen wirft man schon mal seine Prinzipien über Bord.

Abschließend bleibt zu sagen, dass der Geduldsfaden der Anhäger mal wieder überstrapaziert wird, irgendwann ist man es leid, sich laufend den A.... aufzureissen und immer wieder enttäuscht zu werden. Vielleicht sollte man die 3 Punkte gleich mit der Post ins Stadion des jeweiligen Gegners schicken, dann würde man sich als Fan einiges ersparen (sowohl an Geld als auch an Nerven). Aufwachen, meine Herren!


Zuseher: 6.600 (davon ca. 900 Salzburger)

Tore:
1:0 Grüner (8.)
1:1 Richarlyson (20.)
2:1 Mair (35.)
3:1 Mair (94.)

Aktualisierung: 24.10.2004 | 15:00 Uhr




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