Samstag, 17.10.2004, 15:30
Austria Salzburg - GAK 0:1 (0:1)
Nach zweiwöchiger Länderspielpause war der regierende Meister
aus Graz zu Gast in Klessheim, und nach einigen Ausfällen beim
GAK durfte durchaus mit Punktezuwachs gerechnet werden, zumal die
Austria heuer daheim wieder an alte Zeiten anzuschließen scheint.
Enttäuschend allerdings die Besucherzahl, knappe 10.000 waren
doch deutlich weniger als erwartet.
Leider begann auch das Match alles andere als vielversprechend,
die erste Spielhälfte stand unter dem Motto „Sick and tired“:
Gernot Sick war es nämlich, der die Grazer bereits nach 10 Minuten
in Führung brachte, die gesamte Abwehr inklusive Arzberger schaute
dabei nicht wirklich gut aus. Die Austria wirkte in Halbzeit 1 müde
und ohne Power, es steckte absolut kein Feuer in der Mannschaft (das
darf vor dem Seitenwechsel auch 1:1 auf die „Süd“
übertragen werden, die Stimmung war ziemlich schwach).
Nach dem Wechsel wurde Salzburg stärker, und
nach wenigen Minuten bekam die Austria den ersten Elfmeter in einem
Heimspiel seit der Stadioneröffnung, nachdem Brown von Pogatetz
gehalten wurde. Wie damals trat auch diesmal wieder der Kapitän
höchstpersönlich an, doch leider gibt es auch Tage, an denen
sogar ein Heiko Laessig mit dem falschen Fuß aus dem Bett gekommen
ist... Aber wie soll man auch gute Elfmeter schießen, wenn man
alle heiligen Zeiten mal welche bekommt? Je länger die Partie
dauerte, desto besser wurden die Chancen der Austria, doch es war
wie verhext, der Ball wollte einfach nicht hinter die Linie! Allein
in der Nachspielzeit hätte das 0:1 noch in einen Sieg verwandelt
werden können, doch es sollte einfach nicht sein, nacheinander
scheiterten Brown, Richarlyson, Jank und Kastner.
Der Support war diesmal bestenfalls Durchschnitt,
auch hier war in der zweiten Hälfte eine deutliche Steigerung
zu erkennen, kein Wunder aufgrund der Emotionen zu Ende des Spiels.
Auch Spruchbänder gab´s diesmal wieder, mit „auch
auswärts gibt es Punkte“ sollte darauf hingewiesen werden,
dass die Mannschaft endlich auch in der Fremde auf Punktejagd gehen
sollte, am besten schon in Innsbruck. Außerdem: „Er spielt
mit Herz, mit Mut und Style – drum: eine Chance für Erwin
Keil!“ Vielleicht kriegt ja der seit über einem Jahr konstant
stark spielende Amateure-Kapitän demnächst seine Chance...
Einfach lächerlich allerdings, was der Anhang
des österreichischen Meisters darstellte: die Anzahl der mitgebrachten
Supporter hatten Mattersburg- bzw. Admira-Niveau, die Anzahl der Sprechchöre
nicht einmal das. Traurig, traurig, und das als Meister und Cupsieger.
Da freut man sich doch auf die nächsten „Aufgaben“,
gegen Innsbruck und Rapid sollte in Sachen Stimmung doch eine deutliche
Steigerung möglich sein.
PS: bereits vor dem Spiel wurde der wohl verdienstvollste
Salzburger Spieler überhaupt geehrt und in den Ruhestand verabschiedet,
Heimo Pfeifenberger wird sich demnächst um den Nachwuchs in Salzburg
kümmern. Danke für die schöne Zeit, Heimo!
Zuseher: 9.400 (davon ca. 30 Grazer)
Tor:
0:1 Sick (9.)
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