Sonntag, 3.10.2004, 15:30
SV Pasching - Austria Salzburg 2:1 (2:0)



Wo sind sie nur hin, die guten alten Zeiten, als man noch mit Freude zu einem Auswärtsspiel nach Oberösterreich fuhr? Egal ob zum LASK oder zu VOEST, nach Steyr oder Ried, diese Partien zählten eigentlich immer zu den beliebtesten im Laufe einer Saison. Aber Pasching ist anders. Das Ärgernis beginnt meist schon vor dem Spiel: Wenn man Glück hat (hat man meistens aber nicht) bekommt man an der Kassa noch eine Karte, sonst kann es schon sein, dass sich das Ganze aufgrund diverser Problemchen (meistens gehen die Tickets für den Auswärtssektor aus) doch um einige Zeit verzögert. Ist man dann zum Einlaß vorgedrungen muss man im Normalfall feststellen, dass man – trotz Genehmigung – die Hälfte der Utensilien gleich wieder hinausbringen muss, da der Typ am Drehkreuz (meist Bulle oder Ordner) schlecht geschlafen hat.

Hat man dann auch diese Hürde (nach ca. einer dreiviertel Stunde) überwunden stellt man fest, dass der Auswärtskäfig schon zum Bersten gefüllt ist und man gerade noch einen Platz in den untersten 2 Reihen ergattern kann, von dem aus man maximal eine Hälfte des Spielfeldes sehen kann. Das ist besonders optimal, wenn – wie diesmal – alle drei Treffer auf der „anderen“ Seite fallen.

Das Spiel selbst gestaltet sich im Normalfall wie folgt: die Austria spielt zu Beginn immer gut, erzielt entweder das 1. Tor oder – wie dieses Mal – vergibt eine Riesenchance (durch Friedl & Brown). Danach wendet sich das Blatt, Pasching kommt auf und geht in Führung, bevorzugt durch Glieder oder Mayrleb. Da sich Edi Glieder vor der Partie verletzt hatte ist Mayrleb eben zweimal zur Stelle – 2:0 zur Pause. Nach dem Seitenwechsel folgt der fast schon traditionelle Hoffnungsschimmer, Brown verkürzt auf 1:2, ein schöner Treffer, und jeder, der einen Operngucker mitgebracht hatte konnte ihn sogar sehen. Normalerweise folgt dann in der Drangperiode der Austria aus einem Konter die endgültige Entscheidung für Pasching, doch das konnte diesmal vermieden werden, wahrscheinlich aufgrund der Tatsache, dass ebendiese Drangperiode der Austria diesmal nicht stattfand. Ebenfalls neu: „Provokationen“ der „Fans“ der Gastgeber, die jetzt hinter dem Tor direkt neben dem Auswärtssektor „wüten“.

„Wieder mal ´nen Tag verschenkt“ werden sich die gut 400 unentwegten Mitgereisten gedacht haben, das Jahr 2004 steht punktemäßig in der Fremde unter keinem guten Stern, nur allzugern erinnert man sich an den sagenumwobenen letzten Auswärtssieg – datierend vom November 2003 – zurück. Aber da war ja auch noch Kärnten in unserer Liga...

Zuseher: 5.800 (davon ca. 400 Salzburger)

Tore:
1:0 (23.) Mayrleb
2:0 (41.) Mayrleb (Kopf)
2:1 (68.) Brown

Aktualisierung: 06.10.2004 | 15:30 Uhr




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