Donnerstag, 06.11.2003, 20:30
Austria Salzburg - AC Parma 4:0 (0:0)

Spiel 2 nach Lars. Nach dem unerwarteten Aufstieg gegen Udinese bekamen
wir es in der zweiten Runde wieder mit einem italienischen Gegner
zu tun, dem AC Parma. Ein äußerst unangenehmer Gegner,
da zwar die wirklich großen Namen ausbleiben, aber die Mannschaft
auch heuer wieder im Vorderfeld der Serie A mitmischt. Die Ausnahme
wäre Adriano gewesen, der aber aufgrund einer Muskelverletzung
in beiden Spielen gegen uns fehlen wird, so sind wohl der Franzose
Frey im Tor sowie Nakata die geläufigsten Namen.
Wie schon gegen Udine machten sich auch diesmal wieder
etliche Busse aus Salzburg auf den Weg nach Linz (zum „Heimspiel“),
doch da diesmal nicht so viele Italiener den Weg nach Österreich
fanden war die Kulisse eines Zweitrundenspiels im Europacup nicht
würdig, 7.000 Zuschauer sind doch eher traurig. Nachbetrachtend
kann man sagen, daß man sich das Comeback in Europa die Heimspiele
betreffend doch etwas anders vorgestellt hat, man darf gar nicht dran
denken was wohl 2 x bei vollem Haus in Klessheim losgewesen wäre.
Nichtsdestotrotz wurde von Beginn an richtig gute
Stimmung gemacht, und nach der „Moralinjektion“ gegen
Sturm schien auch die Mannschaft zunächst an sich zu glauben.
Mit etwas Glück und unheimlichem Kampfgeist wurde bis zur Pause
das 0:0 gehalten, ein Resultat, daß auch in Parma noch alle
Möglichkeiten offen gelassen hätte. Nach einer guten Stunde,
als man sich schön langsam damit anfreundete, mit einer Riesenüberraschung,
sprich einem Punkt, zu spekulieren passierte es: ein saudummer Elfer,
ein Abwehrgeschenk - und schon stand´s 0:2. Nun war die Partie
natürlich gelaufen, selbst wenn der schwache Schiedsrichter den
fälligen Elfmeter gegeben hätte wäre nichts mehr drin
gewesen, allerdings hätte sich die Niederlage dann vielleicht
in Grenzen gehalten. So „klingelte“ es in den letzten
6 Minuten noch zweimal und das Debakel war perfekt. Dabei kann man
der Mannschaft eigentlich gar keine großen Vorwürfe machen,
der Klasseunterschied war einfach zu groß.
Diejenigen Udinesi, die heute anwesend waren (NK & Friulani) werden
nach dieser Partie wahrscheinlich noch immer rätseln, wie ihre
Mannschaft das Kunststück fertiggebracht hatte, gegen „Salisburgo“
auszuscheiden. Noch ein Wort zu der von den Medien gepushten Überheblichkeit
von Parma: kein Trainer der Welt wechselt beim Stand von 0:0 zur Pause
den Goalie aus, um die Überlegenheit zu demonstrieren, auf die
Idee, dass Frey vielleicht wirklich verletzt sein könnte, kamen
sie nicht.
Positiv zu erwähnen bleibt der Auftritt unserer
Kurve, auch wenn´s mit dem Pyro doch ein wenig übertrieben
wurde - das wird einiges kosten, schließlich müssen die
Sommerurlaube der UEFA-Granden auch irgendwoher finanziert werden...
Der Anhang von Parma war eigentlich ein schlechter Witz, vernehmen
konnte man ihn ein einziges Mal - beim Torjubel zum 2:0, sonst herrschte
„tote Hose“ im Auswärtssektor. Da darf man auf das
Rückspiel gespannt sein, von einem „Hexenkessel“
wird das „Stadio Ennio Tardini“ weit entfernt sein.
Nun heißt es in Parma Schadensbegrenzung zu
betreiben und sich mit Anstand aus dem UEFA-Cup zu verabschieden.
Wenn man die momentane Situation der Austria berücksichtigt könnte
es doch eine längere Zeit dauern, bis man wieder international
vertreten ist, daher: ALLE NACH PARMA!
Zuseher: 7.000 (ca. 250 Parma Fans)
Tore:
0:1 (60.) Filippini (Elfmeter)
0:2 (65.) Gilardino
0:3 (83.) Nakata
0:4 (86.) Rosina
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