Donnerstag, 20.05.2004
Austria Salzburg - Rapid Wien 2:0 (0:0)

Ein würdiger Abschluss einer unwürdigen Saison, Rapid war der letzte Gegner der Spielzeit 2003/2004, und wie sooft, wenn diese beiden Mannschaften aufeinandertreffen, passte der Rahmen hundertprozentig. Knapp 15.000 Zuschauer wollten diese Partie sehen, davon etwa 1.200 aus Wien, und das bei einem Match, bei dem es (für beide) um nichts mehr ging.

Gleich zu Beginn wurde es sentimental, einige Spieler, die für nächste Saison keinen Vertrag mehr von der Austria erhielten, wurden verabschiedet, unter ihnen auch „Icke“ Häßler. Am meisten Wehmut war aber eindeutig bei Roman Szewczyk dabei, sowohl bei ihm selbst als auch bei den Fans. Danke Roman, für 8 wunderbare Jahre in Salzburg!

Als Intro hatten die TGS eine überziehfahne vorbereitet, dazu wurden links und rechts davon violette Luftballons ausgeteilt. Danach wurden im Mittelblock sämtliche Doppelhalter der Tough Guys und von uns präsentiert, garniert wurde das Ganze noch mit reichlich Pyro. Man merkte von Beginn an, dass es das Duell der beiden momentan wohl besten Kurven österreich´s war, auch wenn die Süd vor der Pause einen kleinen „Hänger“ hatte, aber das davor und danach konnte sich schon sehen (und hören) lassen.

Der Verlauf des Spieles ist eigentlich schnell erzählt, es fehlten einige Stammspieler auf beiden Seiten, vor der Pause eine ziemlich ausgeglichene Partie, nach dem Seitenwechsel spielte fast nur mehr die Austria und gewann auch ziemlich verdient mit 2:0. Erwähnt gehört noch das Debüt von Mario Krimbacher: nach der Pause für Heimo gekommen erzielte er in seinem ersten Spiel gleich seinen ersten Treffer für die Austria und gab ein Versprechen für die Zukunft ab. Man kann nur hoffen, dass im nächsten Jahr wirklich der junge österreichische Weg gegangen wird!

Noch ein Wort zu den Grünen: Ihr Auftritt war – wie fast immer – hervorragend, so eine Masse bei einem Spiel um die „goldene Ananas“ mitzubringen verdient schon Respekt. Aber: Es ist schön und gut, öffentlich einen auf „die Kurve gehört uns“ zu machen und andere anzuprangern, wenn sie sich daran nicht beteiligen. Allerdings sollte man dann sich dann nicht dazu hinreißen lassen, Messer oder Böller auf Spieler zu werfen und dadurch mehr Schaden anzurichten, als „die Kurve gehört uns“ jemals wieder gutmachen kann. Plexiglaswände werden wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen! Dasselbe gilt aber auch für unsere Süd: einen Leuchtstift mitten in die eigenen Fans auf der Osttribüne zu feuern ist wirklich das letzte (was nicht heißen soll, dass es in Richtung gegnerische Fans besser wäre). Solange wir allesamt in Österreich derartigte Trottel nicht in den Griff bekommen (oder nicht in Griff bekommen wollen), brauchen wir uns nicht wundern, wenn die Repression immer ärger wird.

Abschließend bleibt zu hoffen, dass die Austria aus dieser „Horrorsaison“ ihre Lehren zieht, auch wenn einem der Glaube daran schwerfällt. Auf eine bessere Saison 2004/2005!

Zuseher: 14.785

Tore:
1:0 (51.) Heiko Laessig
2:0 (82.) Mario Krimbacher

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