Mittwoch, 07.04.2004
Austria Salzburg - FC Kärnten 3:2

Man ist ja als Salzburg-Fan so einiges gewöhnt, aber der Kampf ums nackte Überleben - und nichts Anderes war das Spiel gegen den FC Kärnten - ist für den Großteil der Süd doch Neuland. Deshalb herrschte auch eine extrem angespannte Atmosphäre, schließlich stand sehr viel auf dem Spiel. Eine Niederlage wäre fatal gewesen, der Vorsprung auf die Klagenfurter wäre auf 1 Punkt zusammengeschmolzen (bei einem Spiel weniger) und auch die Formkurve spräche eindeutig für den FCK.

Auch das Geschehen am (Kunst-)Rasen passte sich diesem Umstand an, Nervosität hüben wie drüben, und mit Stuchlik ein Schiedsrichter bei dem man nie weiß was als Nächstes passiert. Gott sei Dank brachte Maxl Scharrer die Austria in Führung, gar nicht auszudenken wir wären in Rückstand geraten! Der Ausgleich der Kärntner zeichnete sich schon vor der Pause ab (Stangenschuß), kurz nach dem Seitenwechsel passierte es dann: Freistoß für Kärnten, sowohl Mauer als auch Arzberger sehen nicht gerade gut aus – 1:1.

Danach wieder Hoffen und Bangen, Laessig wird zum Hauptdarsteller: zuerst bringt er die Austria nach einer Ecke neuerlich in Front, danach verursacht er einen Handelfmeter, der zum 2:2 führt. Zu diesem Zeitpunkt wird noch das mangelnde Glück beklagt, Arzberger hält zwar den Strafstoß, doch gegen den Nachschuß ist er machtlos.

Und dann kam die 93. Minute: spätestens als Jank kurz zuvor nach Pavlovic-Patzer scheitert hat man sich mit dem Unentschieden schon abgefunden, doch das Glück kehrte in der entscheidenden Phase zu uns zurück! Pichorner bekommt nach einem Preßball nocheinmal die Kugel serviert und verwertet abgeklärt per Außenrist – 3:2, kollektiver Orgasmus! Es war (endlich) wieder so ein Moment, in dem einem bewußt wird, warum man sich das Ganze Woche für Woche antut, warum man soviel seiner kostbaren Zeit in diesen Verein investiert!

Nichtsdestotrotz sollte bei aller Freude über die 3 Punkte nicht vergessen werden, dass der Sieg mehr als glücklich zustande kam und die Kärntner mindestens ebenbürtig waren. Mit einer ähnlichen Leistung wird am Samstag im Cup nichts zu holen sein! Also, reißt euch am Riemen, das Cupfinale ist heuer in Salzburg, eine ähnliche Chance wird so schnell nicht wiederkommen! Holt uns das, was wir verdienen...


Zuseher: 6.500
Tore:
1:0 (27.) Scharrer
1:1 (56.) Papac (Freistoß)
2:1 (66.) Laessig
2:2 (71.) Kabat (Elfmeter-Nachschuss)
3:2 (93.) Pichorner



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