Mittwoch, 17.03.2004
Austria Salzburg - Bregenz 2:0 (1:0)
Nach nur 4 Spielen und der kürzesten Amtszeit eines Trainers
in Salzburg war die „Ära Hörmann“ schneller
vorbei, als man annehmen konnte. Man kann darüber streiten, wieviel
Macht die Spieler haben dürfen, auf alle Fälle scheint die
Entscheidung wohl die richtige zu sein, vor allem, wenn man bedenkt,
wieviel Porzellan zerbrochen wurde.
Nun ist also wieder Peter Assion der „starke
Mann“ bei der Austria, und waren vor seiner ersten Periode auf
der Trainerbank noch etliche skeptisch, so war diesmal irgendwie eine
Art Aufbruchstimmung zu spüren. 7.000 Zuschauer waren zwar nicht
das Gelbe vom Ei, andererseits gibt es in Österreich wohl niemanden,
der in einer ähnlichen Situation mehr Leute mobilisieren kann.
Assion setzte wieder auf altbewährte Kräfte
wie Winklhofer (und nicht Winkelhofer, vielleicht liest ja der Bediener
der Stadionanzeigetafel diese Zeilen) und „Icke“ Hässler.
Die Austria begann relativ schwungvoll und Paul Scharner erleichterte
nach einer Ecke von Juliano die 7.000 mit seinem Kopfballtreffer.
Die erste Hälfte stand klar im Zeichen der Violetten, und bei
einem Freistoß von Hässler fehlten nur Milimeter zum 2:0.
Nach dem Seitenwechsel zog sich die Austria unverständlicherweise
zurück, doch die Bregenzer wurden nur selten gefährlich.
Gott sei Dank spielt Lawaree nicht mehr bei den Vorarlbergern, sonst
hätte die Sache wohl anders ausgeschaut.
Erst zum Ende kam wieder mehr Schwung in die Partie,
und nachdem ein Bregenzer nach Foul an Brenner die Ampelkarte sah
sorgte Pichorner mit seinem Supertor für die Entscheidung. Fast
hätte Ibertsberger noch das 3:0 erzielt, doch das wäre des
Guten zuviel gewesen. Durch die gleichzeitige Niederlage der Kärntner
bei Sturm kann man jetzt wieder ein wenig durchatmen, gebannt ist
die Gefahr des Abstieges aber noch lange nicht.
Der Support war eigentlich recht gut, die Qualität
der „Süd“ macht sich scheinbar besser bemerkbar wenn
nur mehr Leute da sind, die Austria Salzburg im Herzen haben! Zu den
Bregenzern: es waren nicht viele, die gekommen waren, aber die wenigen
hätten auch lieber zu Hause bleiben sollen. Kein Transparent,
keine Fahnen und schon gar keine Stimmung, leider gibt es in Österreich
momentan wirklich nur eine Handvoll Gegner, die auch in Sachen Support
etwas zu bieten haben.
Am Samstag geht es gegen Rapid, und es liegt in der
Hand der Spieler, das „Horrorszenario“, die Grünen
würden in Salzburg Meister werden, mit einem Sieg schon vorzeitig
ad acta zu legen. Demnach kann es nur heißen: Alle nach Hütteldorf!
Zuseher: 9000
Tore:
Scharner (15.)
Pichorner (87.)
[retour]