Mittwoch, 29.10.2003, 19:30
Austria Salzburg - Admira Wacker 1:2 (0:0)

Es sollte eine Art „Neuanfang“ werden, Kapitän Heiko
Laessig hatte sogar einen offenen Brief an die Fans verfasst und angekündigt,
dass man alles geben werde, um die allerletzte Chance für den
Lars wahrzunehmen. Laessig hatte allerdings nicht mit dem Charakter
vieler seiner Mitspieler gerechnet:
Die erste Halbzeit war zwar keine Offenbarung, von
guter Leistung ganz zu schweigen, da aber auch die Admira noch nicht
begriffen hatte, welchem erbärmlichen Gegner sie gegenüber
stand, blieb es bis zur Pause beim 0:0. Danach zeigte sich wieder
einmal, dass offenbar ein Großteil der Mannschaft noch nicht
begriffen hat, worum es eigentlich geht bzw. dass sie mit ihrem Alibigekicke
mehr gegen als für den Trainer spielten. Die 1:0-Führung
durch Icke Hässler zögerte die Gewißheit der Niederlage
zwar noch hinaus, doch spätestens nach dem Ausgleich war die
Mannschaft praktisch „tot“. Ironischerweise war der Sargnagel
mit Roland Linz ausgerechnet der Spieler, den Lars im Sommer nicht
haben wollte...
Erschreckend war, mit welcher Ignoranz die Spieler
allen Kampfesaufforderungen zum Trotz ihren „Stiefel“
herunterspielen, wohlwissend, dass sie das Schicksal ihres Trainers
leichtfertig auf´s Spiel setzten. Erstaunlich hoch war mit 5.000
die Zuschauerzahl, normalerweise müßte jeder, der die letzten
3 Heimspiele besucht hat, mit der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet
werden. Man darf gespannt sein, wie es jetzt weitergeht, auf alle
Fälle braucht die Mannschaft jetzt eine „harte Hand“,
zumindest die dürfte Interimscoach Assion haben.
Der Mann, der am meisten unter der Situation zu leiden
schien, nämlich Lars Söndergaard, wurde nach dem Schlußpfiff
beurlaubt. 11 Niederlagen in 15 Spielen sind einfach zu viel, in diesem
Fall kann man der Vereinsführung keinen Vorwurf machen. Auf alle
Fälle Danke für Alles und viel Glück für deine
weitere Karriere, Lars, du wirst uns allen fehlen...!
Zuseher: 5.000
Tore:
1:0 (54.) Häßler
1:1 (68.) Katzer
1:2 (80.) Linz
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