Samstag, 20.9.2003, 15:30
FC Kärnten - Austria Salzburg 1:2 (0:1)



Durchaus optimistisch machte man sich nach dem 5:0-Kantersieg eine Woche zuvor gen Süden auf, um im Wörtherseestadion zu Klagenfurt die "Mini-Siegesserie" zu prolongieren. Jenseits der Tauern erwarteten uns "altweibersommerliche" Temparaturen. Nachdem man wieder mal die Peinlichkeiten und den offen ausgelebten Komplex des Kärnter Mikromannes erdulden musste, sorgte die Austria für ein recht ordentliches Angriffsfurioso in der Anfangsphase. Aluminium, die eigene Abschlußschwäche bzw. ein verbesserter Goriupp verwährte den knapp dreihundert Salzburgern im Auswärtssektor aber den erhofften Torjubel. "Und bist Du nicht willig, so brauch' ich Gewalt", dürfte sich dann aber Thomas Eder gedacht haben, bevor er den Ball aus ca. 30 Meter mittels brachialer Gewalt im Kärnter Tor versenkte. Ein günstiger Zeitpunkt, den in den Minuten zuvor waren die Kärntner intensivst bestrebt, die Scharte des Debakels in Klessheim auszumärzen. Knapp darauf konnte der gut disponierte Arzberger den "Equalizer" der Kärntner verhindern und rettete den Vorsprung in die Pause.

Die Unterstützung, die der mitgereiste Anhang der Austria zuteil werden liess, kann man eher als "durchwachsen" bezeichnen, selbst nach der Führung sprang der Funke nicht so richtig über, auch wenn sich die "üblichen Verdächtigen" noch so sehr mühten. Ein gewisser Faktor könnte der nicht unbeträchtliche Anteil der "Holiday-Auswärtsfahrer" sein, wobei dies keine Ausrede sein sollte.

Kurz nach der Pause erzielte Bubalo den Ausgleich für die Mannen aus Kärnten, was die fleischgewordene Verbalapokalypse hinterm Stadionmikrofon zu weiteren Grausamkeiten animierte. Er und sein Publikum sind wahrlich besser beim Beachvolleyball Grand-Slam aufgehoben, aber weder er, noch alte Gassenhauer oder der motorisierte Postfuchs konnten Stimmung in das Wörtherseestadion zaubern. Bleibt nur zu hoffen, dass das neue Stadion (falls es je gebaut wird) der Kärntner Fanszene einen ordentlichen Schub verleiht. Ausser die Mühlen "Wiener Mafia" mahlen wirklich so wie vom Stadionsprecher allen Ernstes prophezeit und die Kärntner werden vom "Big Spender" aus der obersten Spielklasse gemobbt.

Für ein versöhnliches Ende sorgte schliesslich unser Kapitän, in dem er eine Teber-Vorlage zum 2:1-Endstand verwertete. So konnte man die wichtigen drei Punkte auf dem Weg ins Mittelfeld (hoffentlich) auf der Habenseite verbuchen.

Gegen Udine gilt es auf jeden Fall einen Gang zuzulegen. Es braucht Glück, Einsatz und einen guten Tag, um zumindest in einer Partie was zu reissen - an uns sollte es zumindest nicht scheitern: Alle nach Linz!



Zuseher: 4.000 (ca. 300 Salzburg Fans)
Tore:
0:1 (42.) Eder
1:1 (53.) Bubalo
1:2 (75.) Laessig



Aktualisierung: 20.09.2003 | 23:50 Uhr



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