Mittwoch, 23.7.2003, 19:30
Austria Salzburg - Rapid Wien 1:2 (0:1)



Irgendwie erinnert einen der Auftakt doch ziemlich an die vorige Saison. Nach einer 0:1-Niederlage gegen einen Abstiegskandidaten folgt ein 1:2 daheim gegen einen (vermeintlichen) direkten Konkurrenten im Kampf um die Europacupplätze. Der einzige Unterschied ist der, dass man sich heuer doch um einiges mehr von der Austria erwartet hatte als im Vorjahr, aber wie es aussieht kann die Mannschaft mit der höheren Erwartungshaltung nicht umgehen.

Alles begann schon mit einigen Meinungsverschiedenheiten mit den ach so wichtigen Polizisten, die meinten, wir müssen das Transparent entfernen, da der "Fluchtweg" frei bleiben müsse. Abgesehen davon, dass unser Transparent nicht aus Beton ist und man es jederzeit zur Seite klappen kann muss man schon ziemlich - drücken wir es mal harmlos aus - unsportlich sein, um die ca. 90 cm hohe Absperrung nicht überwinden zu können. Aber es wäre ja gelacht, wenn man uns nicht auch in der neuen Saison Steine in den Weg legen würde.

Die Stimmung war anfangs recht passabel, nach dem Rückstand erschreckend schwach und erst nach dem Anschlußtreffer von Hassler kam wieder so etwas wie Feuer in die Bude - alles in allem eine recht unterdurchschnittliche Vorstellung, vor allem wenn man bedenkt, dass der Gegner Rapid hieß. Hut ab vor den Grün-Weissen, unter der Woche über 700 Leute auswärts mitzubringen ist schon eine beachtliche Leistung, auch akustisch hatten sie einiges zu bieten, auch wenn der Spielverlauf eine Art "Selbstläufer" war. Nichts Neues hingegen bei den Spruchbändern, wahrscheinlich hatten sie einige beim letzten Spiel zu präsentieren vergessen (oder ist´s gar Alzheimer?)

Das Spiel selbst war ziemlich ernüchternd, der Austria war zwar der Wille nicht abzusprechen, doch nach dem 0:1 durch Wagner war es vorbei mit der Herrlichkeit, es war schon grausam mitanzusehen, mit welcher Hilflosigkeit Laessig & Co anrannten. Nach dem 0:2 schien die Partie gelaufen, wer nach der Roten Karte von Pashazadeh wieder Hoffnung schöpfte wurde von Winklhofer eines Besseren belehrt, wie´s aussieht wollen wir momentan keine Hilfte von den Schiris annehmen. Erst mit der Einwechslung der Offensivabteilung (Scharrer, Hassler, Kahraman) kam wieder mehr Druck ins Spiel, mehr als der durchaus sehenswerte Anschlußtreffer von Hassler war aber nicht mehr drin, auch wenn´s zum Schluß noch einige Male im Rapid-Strafraum ordentlich zur Sache ging. Objektiv gesehen muß man aber sagen, dass der Rapid-Sieg durchaus in Ordnung war und Keeper Arzberger (wie schon in Bregenz) einige Male sein Können unter Beweis stellte.

Abschließend bedanken wir uns noch bei den Idioten, die meinen, der gegnerische Strafraum sei eine Mülldeponie und auch nach mehrmaligem Auffordern, damit aufzuhören, noch immer Plastikflaschen, Tennisbälle, etc. hineinwerfen und uns so in den Genuß eines "Ich-bekomm-nach-5-Minuten-Kopfweh-Netzes" kommen lassen, Bravo!

Am 3. Spieltag wartet nun Pasching, und geht´s nach dem Vorjahr, dann kann nur ein 0:1 das Ziel sein, dann fehlt uns nämlich nur noch eine Niederlage zum dritten Platz!



Zuseher: 13.000 (ca. 700 Rapid Fans)
Tore:
0:1 (19.) Rene Wagner
0:2 (47.) Adamski
1:2 (75.) Dominic Hassler

Aktualisierung: 24.07.2003 | 00:50 Uhr


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