ÖFB-Cup -
Halbfinale | Dienstag, 13.05.2003
Austria Salzburg - Magna Wien 0:1 (0:1)
Nach dem 1:0-Sieg in der Meisterschaft machte man sich doch einige Hoffnungen,
vielleicht auch im Cup die Wiener Veilchen schlagen zu können,
obwohl beim FAK mit Janocko und Ratajczyk zwei der wichtigsten Spieler
nach ihren "Verletzungen" wieder in die Mannschaft zurückkehrten.
Irgendwie merkte man schon beim Betreten des Stadions, dass dieses Spiel
etwas ganz Besonderes war, bei einem Sieg wären die Chancen auf
den ersten Pokalsieg der Vereinsgeschichte doch ziemlich groß
gewesen, schließlich trafen im zweiten Semifinalspiel mit Kärnten
und Mattersburg auch keine "Unbezwingbaren" aufeinander.
In der ersten Hälfte zeigten die Wiener, warum
sie mit deutlichem Abstand Meister wurden, obwohl das Tor selbst doch
eher in die Kategorie "unnötig" einzuordnen war, obwohl
man Tom Eder keinerlei Vorwurf machen kann, sowas passiert eben immer
wieder. Nach dem Seitenwechsel zeigte unser Tiroler Freund Plautz, warum
er schon jetzt in einem Atemzug mit Stuchlik und Schüttengruber
genannt werden kann. Zweimal gelb-rot für Winklhofer und Szewczyk,
obwohl er bei viel brutaleren Fouls der Wiener in der ersten Hälfte
weniger energisch war. Und Michael Wagner scheint wohl das Erbe des
Andi Ogris anzupeilen, selten hat ein unsympathischerer Spieler Salzburger
Boden betreten. Nichtsdestotrotz war der Support in der zweiten Hälfte
wirklich sehr gut, man versuchte mit aller Macht, die Mannschaft ins
Finale zu peitschen. Das erkannte sogar FAK-Trainer Daum an, der vom
Ambiente ziemlich angetan war und meinte, "da geht was ab, nicht
so eine Friedhofsstimmung wie bei uns." Die Anzahl der Wiener dürfte
ziemlich identisch mit der der Meisterschaftspartie gewesen sein, so
richtig gut zu vernehmen waren sie aber nur nach dem Tor und nach dem
Schlußpfiff.
Leider wurde es nichts mehr mit dem ersehnten Ausgleich,
aber in der zweiten Hälfte bot die Mannschaft den Wienern einen
heroischen Kampf, man kann wirklich ziemlich stolz sein auf die Burschen.
Salzburg und der Cup, das passt irgendwie nicht zusammen, wieder im
Halbfinale gescheitert, nächster Anlauf im nächsten Jahr.
Bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft - nachdem das große Ziel
Cupsieg nun aus den Augen verloren wurde - keinen Knacks erlitten hat
und am Samstag in Kärnten versucht, über den "Umweg"
Meisterschaft noch in den UEFA-Cup zu kommen. Die Chance lebt nach wie
vor!
Zuseher: 17.000 (ca. 400 Wiener)
Tor:
0:1 (36.) Eder (Eigentor)
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