| Samstag, 05.4.2003,
15:30
Austria Salzburg - Rapid Wien 2:0 (2:0)
Salzburg gegen Rapid: obwohl es sportlich in den letzten Jahren kaum
um etwas gegangen ist, hat sich diese Partie mittlerweile zu DEM Spiel
schlechthin in Österreich entwickelt. Was angesichts der Tabellensituation
wohl nur am Anhang der beiden Vereine liegen kann, denn während
anderswo nicht einmal der Kampf um Meisterschaft und Europacupplätze
für Euphorie sorgt, ist bei diesem Spiel immer für Emotionen
gesorgt. Nicht umsonst war also auch diesmal für die Grün-Weißen
die Auswärtsfahrt des Jahres angesagt, und so füllte sich
der mittlerweile mit Stehplätzen versehene Auswärtssektor
bis auf den letzten Platz - eine für österreichische Verhältnisse
wirklich beeindruckende Masse. Apropos Stehplätze im Auswärtssektor
- eigentlich hatten wir das den Verantwortlichen schon vor 3 Jahren
nahegelegt, aber es ist natürlich sinnvoller, zuerst Sitzplätze
einzurichten, und dann die Sessel wieder rauszureißen. Ein sehenswertes
grün-weißes Fahnenmeer war der Auftakt der Grünen, weniger
Glück hatten sie mit einem Spruchband, das an jenem Tag nicht mehr
aktuell war ("UU99 - die Jungs hinter der Werbebande ..."),
denn das Transparentproblem der ersten beiden Partien ist mittlerweile
gelöst. Natürlich durfte so kurz vor Ostern auch ein "Hasen"-Sprücherl
nicht fehlen, kommt wohl daher, dass "Grüne" immer gern
recyclen.
Auf Salzburger Seite wurden auch diverse geschriebene "Nettigkeiten"
präsentiert, die "Süd" war gut, und auch einige
Jungs aus Udine wollten sich den Kick nicht entgehen lassen. Dem vokalen
Kräftemessen auf hohem Niveau stand dann eigentlich nichts mehr
im Wege.
Sehr erfreulich, dass die Zeiten, als man sich von einem 1000 Mann-Auswärtsmob
in Grund und Boden singen ließ, vorbei sind, auch wenn sich die
Wiener desöfteren gut in Szene setzen konnten. Unserer Kurve gelang
im dritten Spiel jedenfalls eine weitere Steigerung, so kann es weitergehen!
Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde auch erstmals im neuen Stadion
ordentlich gezündelt, auch wenn das gewisse Bezirkshauptmänner
und ähnliche Leute nicht so gerne gesehen haben.
Nun aber zum Spiel, das von unserer Seite einfach nur
genial war, die Austria schloss nahtlos an den starken Auftritt beim
Tabellenzweiten Pasching an und ließ dem weltweit einzigen "Rekordmeister"
mit den zweitmeisten landesweiten Meistertiteln keine Chance. Beide
Tore fielen vor Seitenwechsel auf der Südseite, was natürlich
jeweils einen kaum zu überbietenden Torjubel zur Folge hatte. Zunächst
war es Alex Schriebl, der nach Scharrer-Zuspiel den Ball über Rapid-Goalie
Payer lupfte, und kurz vor Seitenwechsel sorgte Heimo, der zuvor schon
mit einem Flugkopfball nur knapp gescheitert war, höchstpersönlich
für die Vorentscheidung. Auch nach Seitenwechsel waren die violett-weißen
die bessere Mannschaft, verabsäumten es aber, die Rapidler mit
einer deutlicheren Niederlage nach Hause zu schicken.
Nach Spielende blieb alles ruhig, die Gendarmerie (diesmal
verstärkt von der Polizei) hatte zur allgemeinen Überraschung
recht schnell aus den Fehlern vom GAK-Spiel gelernt und so konnten die
Wiener nur ein paar zerstörte Busse als "Erfolg" vermelden.
Dem Vernehmen nach hatte die Salzburg AG für die Wiener Zugfahrer
die neuesten Busse ausgepackt ... da soll noch einer sagen, Salzburg
wäre keine gastfreundliche Stadt!
Zuseher: 11.000 (davon ca. 900 'Böse Buben')
Tore:
1:0 (5.) Schriebl
2:0 (45.) Pfeifenberger
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