Samstag, 14.09.2002, 15:30
SW Bregenz - Austria Salzburg 0:0

Normalerweise fragen einen Freunde oder Bekannte, ob man nicht mehr ganz dicht sei, weil man sich den weiten Weg nach Bregenz antut, um ein Fussballspiel anzuschauen. Diesmal gab es nicht wenige unter uns, die sich diese Frage selber stellten. Tagwache um ca. 6 Uhr morgens, Abfahrt in Salzburg um 7:33 mit dem Zug, und das alles, um einer Truppe beim Fussballspielen zuzuschauen, die zuletzt so planlos auf dem Feld herumlief wie eine Schar Hühner nachdem man ihnen den Kopf abgehackt hat.

Knapp 30 Unentwegte fanden sich dann doch ein, und los gings in Richtung Vorarlberg. 2 Mal Umsteigen und 7 Stunden später erreichten wir Bregenz. Alles in Allem dürfte der Auswärssektor mit ca. 150 Leuten gefüllt gewesen sein. Da wir zuletzt auswärts ein wenig besser agierten als daheim durfte man sich Hoffnungen auf zumindest 1 Punkt machen, und unsere Wünsche sollten sich erfüllen. Es war zwar mehr Krampf und Kampf als ein Fußballspiel, aber in Anbetracht dessen, dass Kirchler und Pichorner schon nach kurzer Zeit verletzt ausschieden und Schoppitsch und kurz vor Schluß auch noch Jank ausgeschlossen wurden darf man mit diesem - vor allem für die Moral wichtigen - Punkt zufrieden sein. Allerdings hat man das Gefühl, dass die Schiedsrichter parallell mit den Leistungen der Austria immer schwächer werden. Was sich dieser Sowa heute leistete war schon jenseits von Gut und Böse (auch Söndergaard und Pfeifenberger wurden noch auf die Tribüne verbannt) und man kann nur konform mit den Worten von Heiko Laessig gehen, der meinte, es sollte auch Sperren für Schiedsrichter geben.

Der Support war ganz ansehnlich, wieder einmal stellte man fest, dass es manchen auswärts offenbar leichter fällt den Mund aufzubringen als daheim. Von Vorarlberger Seite gab es nichts Neues und daher auch nichts Erwähnenswertes. Nach dem Spiel zogen es einige von uns vor, die Heimreise mit dem Auto anzutreten. Da in Salzburg am Wochenende wieder der Weltwirtschaftsgipfel stattfindet und wir über Deutschland heimfuhren mußten wir an der Grenze den erstaunten Beamten der Exekutive unser gesamtes Repertoire an Fahnen und Doppelhalter vorführen, ehe sie uns dann mit den Worten "und das tut ihr euch an?" passieren ließen.

An dieser Stelle ersparen wir uns einen Aufwärtstrend bei der Austria zu erkennen (zum ca. 57. Mal in dieser Saison) sondern bringen es auf den Punkt: Gegen die Admira zählt nur ein Sieg und nichts anderes!!!


Zuseher: 4.600 (davon ca. 150 Austria Fans!)


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